Geschlechtsverkehr

Juristisch betrachtet sind mit dem Geschlechtsverkehr mehr Probleme verbunden, als es den meisten bewusst ist. Dies ist zum Beispiel regelmäßig der Fall, wenn die gesetzlich verankerte Altersgrenze nicht beachtet wird. Um die Sensibilität für dieses Thema zu schärfen, muss zunächst geklärt werden, was unter dem Koitus aus rechtlicher Sicht überhaupt zu verstehen ist.

Geschlechtsverkehr juristisch definiert

Juristisch ist Geschlechtsverkehr verschieden definiert

Juristisch ist Geschlechtsverkehr verschieden definiert

Die körperliche Liebe hat viele Spielarten. Juristisch wird hier lediglich in Kategorien unterschieden:

  • Beischlaf,
  • dem Beischlaf gleichzusetzende sexuelle Handlungen und
  • geschlechtliche Handlungen.

Unter dem oftmals auch als Beiwohnung bezeichneten Begriff des Beischlafs versteht die gängige Rechtsprechung grundsätzlich alle sexuellen Kontakte, in deren Rahmen es zum Eindringen des männlichen Gliedes in das Geschlechtsorgan der Frau kommt. Andere Formen der Penetration werden hingegen juristisch als sexuelle Handlungen aufgefasst, die dem Beischlaf gleichzusetzen sind. Bleibt es lediglich bei Berührungen, so handelt es sich juristisch betrachtet um eine geschlechtliche Handlung. Hierunter fallen nicht zum Beispiel auch Zungenküsse oder das Streicheln der Brust.

Der Koitus als solcher wird demnach also sehr eng ausgelegt. Ob und in welchen Fällen er erlaubt ist, klärt das Gesetz eindeutig. So kennt es in einem Punkt keine Ausnahme: Jeder sexuelle Kontakt zu Personen unter 14 Jahren ist verboten. War die juristisch fragwürdige Handlung vom Willen des beteiligten Kindes getragen, wird von rechtlichen Konsequenzen zumeist abgesehen. Keine Strafe droht hingegen grundsätzlich, wenn keiner der Beteiligten die Minderjährigkeit erlangt hat.

Juristisch erlaubt ist der sexuelle Kontakt mit Minderjährigen immer dann, wenn

  • keiner der Beteiligten die Minderjährigkeit erlangt hat,
  • er von Jugendlichen zwischen 14 und 16 Jahren ausgeübt wird,
  • weder Zwang noch Abhängigkeitsverhältnis besteht,
  • keine fehlende innere Reife des Minderjährigen nachgewiesen werden kann.

Pikant ist aus rechtlicher Sicht darüber hinaus auch die Frage, ob die Ehe zum Beischlaf verpflichtet. Dies bestätigte der Bundesgerichtshof schon mit einem Urteil aus dem Jahre 1966.

Liebe ist, wenn es schön ist

Juristisch betrachtet birgt die körperliche Liebe einige Problemstellungen. Die betreffenden Regelungen wurden aus gutem Grund getroffen und dienen vornehmlich dem Schutz und dem Wohlbefinden einzelner Personengruppen. Strafrechtliche Sanktionen beim Koitus mit Minderjährigen entfalten allerdings dann keine Wirkung, wenn die fragwürdige sexuelle Handlung vom freien Willen aller Beteiligten getragen war. Demgegenüber steht die Pflicht zum ehelichen Beischlaf. Von dieser jedoch können einzelne Umstände befreien. Letztendlich dürfte sich aber auch die Durchsetzung der Pflicht als schwierig erweisen.

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