Der Koitus – Körper und Instinkt

Der Geschlechtsakt zwischen Mann und Frau (lat. Coitus) hat seine Herkunft aus dem Urtrieb nach Arterhaltung. Das rhythmische Eindringen des männlichen Penis in die weibliche Scheide setzt Erregung frei, mit abschließender Entspannung nach dem Samenerguss. Die Natur hat es Geschlechtern durch zusammenpassende Genitalien leicht gemacht, instinktiv der Herkunft des Fortpflanzungstriebes zu folgen.

Zur Herkunft und Bedeutung des Koitus

Der Koitus ist der Geschlechtsakt zwischen Mann und Frau

Der Koitus ist der Geschlechtsakt zwischen Mann und Frau

Die Herkunft des Begriffes Koitus (pl.: Koitusse) leitet sich ab vom lateinischen Verb coire (co = zusammen, ire = gehen/kommen) und bedeutet Zusammenkunft/Vereinigung. Früher konnte ein Koitus auch die Funktion des Zusammenkommens im Sinne einer Ehe bezeichnen. Auch wenn handwerkliche Verbindungen durch Pfropfen erstellt werden oder im Gespräch Silben und Wörter verschmelzen, spricht der Lateiner von Koitus. Heute als Fachbegriff für den Geschlechtsakt verwendet, meint er in der Medizin zusätzlich das Sich-Ansammeln von Flüssigkeiten im Körper und auch den Eintritt des männlichen Samens in eine weibliche Eizelle; parallel in der Botanik die Befruchtung der Pflanzen durch Samen.

Koitus – Herkunft vieler Namen

Vulgäre Ausdrücke wie “eine Nummer schieben”, “ficken”, “bumsen”, “rammeln”, “vögeln”, “einlochen”, “nageln” beziehen sich auf die einseitig männliche Aktion während des Koitus. Gebildete nutzen das Wort “Kohabitation”, dessen Herkunft sich auf das sexuelle Zusammenwirken von Mann und Frau bezieht. Mediziner sprechen von “Sexualverkehr”, “Geschlechtsverkehr” oder “Intimkontakt”. Die Herkunft der Ausdrücke “Begattung” und “Kopulation” liegt eher in der Tierwelt. Etwas altmodisch wirken die Begriffe “Schäferstündchen” und “Beischlaf” oder “Beiwohnung”, der begrifflichen Herkunft nach aus dem 18. Jahrhundert, wobei letztere häufig noch in der Rechtssprache verwendet werden. “Sex haben” und der “Liebesakt” sind allgemein gesellschaftlich anerkannt.

Der Koitus bleibt

Nachdem mit dem “Coitus interruptus” (Unterbrechung des Geschlechtsverkehrs vor dem Samenerguss) eine nicht besonders sichere Methode der Schwangerschafts-verhütung diskutiert wurde, ist der Begriff Koitus wieder modern geworden. Der Wunsch nach körperlicher Vereinigung hat Mann und Frau seit jeher zusammengeführt und verbleibt in seiner Herkunft, unterschiedlich ausgeprägt in Qualität und Häufigkeit, als Grundprinzip in der menschlichen Natur. Vom Teenager-Alter an ist sexuelle Anziehungskraft lebenslang die stärkste zwischenmenschliche Triebfeder und mündet idealerweise in “Liebe machen”, den Koitus von Mann und Frau in Körper, Geist und Seele.

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